Finca Alexis

Übersicht

Größe: Finca Alexis 1-3 insgesamt 137,02 ha
(FA 1: 76,25 ha, FA 2: 18,87 ha, FA 3: 41,9 ha)

Lage: am Fuß der Fila Cal (Fila Costeña) nahe der Ortschaft San Miguel zwischen 215 m - 515 m Seehöhe.

Vegetation beim Kauf: Viehweide, Teakholzplantage, Primär- und Sekundärwald.

Kaufdatum:
FA1: Übernahme vom Verein Regenwald der Österreicher am 22.07.2016
FA2: Kauf am 02.06.2016
FA3: Kauf am 04.09.2018
Finanzierung: FA1+FA2: Verein Regenwald der Österreicher. FA3: Verein Rainforest Luxemburg.

Projekte:
Wiederbewaldung und Wald-Restauration
Natürliche Sukzessionsflächen
Waldschutz

Finanzierung der Projekte: Universität für Bodenkultur, Verein Rainforest Luxemburg

Brücke zur Finca Alexis

Blick in die Berge

Finca Alexis und Elias Padilla

Hängemattenplatz

Küche in der Finca Alexis

full house (C) Hartmann

Baumschule auf der Finca Alexis

Wasserfall unterhalb der Finca Alexis

Beschreibung

Die Finca Alexis ist ein Zusammenschluss von insgesamt 3 Fincas (Finca Alexis 1-3), die im Laufe der letzten Jahre gekauft wurden. Alle Grundstücke liegen im Bereich des Biologischen Korridors entlang eines Seitenarms des Río Esquinas und sind daher auch für den Gewässerschutz von großer Bedeutung. Insgesamt hat die Finca Alexis eine Fläche von 137,02 ha.

Die Finca Alexis liegt am Fuß der Fila Cal, einem Kalkgebirge nördlich der Tropenstation mit größtenteils noch ungeschützten primären Bergregenwäldern (höchster Punkt Cerro Anguciana 1.694 m). Sie befindet sich 16 km von der Tropenstation La Gamba entfernt und liegt auf einer Seehöhe zwischen 215 m und 515 m Seehöhe. Dadurch liegt sie in der Übergangszone zwischen dem Tiefland- und dem Bergregenwald der unteren Stufe und bildet einen wichtigen Teil des COBIGA Projektes.

Auf der Finca Alexis befindet sich ein adaptiertes Bauernhaus das für Besucher offen steht und für Forschungszwecke genutzt werden kann. Insgesamt können bis zu 20 Personen untergebracht und verpflegt werden.

Die Fahrt von der Station zur Finca beträgt ca. 1 Stunde. Ein Allradauto ist notwendig, es sind Flüsse zu durchqueren. Bei Starkregen ist die Anfahrt nicht empfehlenswert und kann auch unmöglich sein. Wir empfehlen einen Mindestaufenthalt von 2 Nächten. 

Preise: USD 44/Tag für Studierende - USD 54/Tag für WissenschaftlerInnen

Bitte melden Sie sich bei Interesse zeitgerecht an, um alle Vorkehrungen treffen zu können. Danke!

Finca Alexis 1

Die Finca Alexis 1 hat eine Größe von 76,25 ha, davon sind 49 ha Primärwald, 5ha Teakholz-Pflanzung und 22 ha Viehweide. Der Böden der Finca Alexis sind pH- sauer, vor allem auf den entwaldeten Flächen entlang der Berg- und Hügelkämme kommt es zu einer Fe- und Al Kontamination. Das dominante Gras auf den Viehweiden ist Brachiaria brizanta (Stand Juli 2019).
Die ehemaligen Viehweiden wurden zwischen Mai 2017 und Juli 2019 in sog. Patches wiederbewaldet. Insgesamt wurden 6.971 Bäume aus 19 Arten gepflanzt. Die häufigsten gesetzten Bäume sind Anacardium excelsum (Anacardiaceae), Inga oerstediana, Zygia longifolia (Fabaceae), Carapa guianensis (Meliaceae), Hieronyma alchorneoides (Euphorbiaceae), Ficus insipida (Moraceae) und Terminalia amazonia (Combretaceae).

Finca Alexis 2

Die Gesamtfläche der Finca Alexis 2 beträgt  16,87 ha. Die Finca grenzt direkt an den Río Esquinas und an die Quebrada sin nombre (Hausbach), wodurch das Grundstück eine wichtige Lücke zwischen FA1 und FA3 schließt.  Die Vegetation ist sehr natürlich und setzt sich zum Großteil aus Primärwald, Sekundärwald  und uferbegleitender Vegetation zusammen. Große Teile der Finca sind schwer zugängig. Auf der Finca wurden keine Wiederbewaldungen durchgeführt.

Finca Alexis 3

Die Finca Alexis 3 hat eine Fläche von 41,9 ha und besteht aus Primärwald, Sekundärwald, uferbegleitender Vegetation und aufgelassenen Viehweiden. Die Finca ist sehr heterogen mit flachen bis sehr steilen Bereichen, Hochebenen, Uferbereichen, Quellgebieten usw.. Im Osten grenzt die Finca an einen Seitenarm des Río Esquinas und ist daher auch ein wichtiges Wasserschutzgebiet. Der Bereich entlang des Flusses ist tief eingeschnitten und hat Schluchtcharakter, der teilweise nur schwer zugängig ist. Der höchste Punkt liegt auf 515 m Seehöhe und befindet sich bereits im unteren Bereich der montanen Regenwaldstufe mit floristischen Einflüssen des Bergregenwaldes.

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